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NineteenGolf.Guide
Holzhaus mit «Granatalm»-Schriftzug auf der Terrasse – der Blick schweift über grüne Wiesen zu den Bergen, als hätte man gerade das Richtige gefunden.

Gipfeltag mit Herz – Wandern zur Granatalm und Granatkapelle

· Uderns, Österreich (47.323, 11.863) · 3 Min Lesezeit · Monika Geisler

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Die Granatkapelle am Penkenjoch, entworfen von Mario Botta, und die Granatalm auf 2.095 m verleihen dem Zillertal mit Design, Kulinarik & Bergwelt ein einzigartiges Flair.

Hand aufs Herz: Wandern und Golfen haben mehr gemeinsam, als man denkt. Gut, beim Golfen schiebst du dein Bag über den Fairway, beim Wandern in den Zillertaler Alpen vielleicht einen Rucksack den Berg hoch – aber das Grundprinzip bleibt dasselbe: raus in die Natur, Schritt für Schritt vorwärtskommen und am Ende mit einem zufriedenen Grinsen dastehen.

Genauso wie meine Liebe zum Golf wächst auch meine Begeisterung fürs Wandern. Mal läuft’s locker-leicht, mal wird’s steil, und manchmal fragst du dich, warum du dir freiwillig diesen Höhenweg antust. Aber sobald du oben am Penkenjoch stehst und der Blick ins Tal fällt, weisst du wieder ganz genau, warum.

Die Zillertaler Alpen sind eben das Schweizer Taschenmesser unter den Wanderregionen – vielseitig, zuverlässig und immer für eine Überraschung gut. Von gemütlichen Panoramawegen bis zu ambitionierten Gipfeltouren ist alles dabei. Und irgendwo wartet immer eine Belohnung: ein Teller Kaiserschmarrn, eine Hüttensonne oder – mein persönliches Highlight – ein Abstecher zur Granatalm und weiter zur architektonischen Schönheit der Granatkapelle.

Gelbblüten im Vordergrund, dahinter das Zillertal in sanften Grüntönen – auf 2095 Metern passiert das Wichtigste zwischen Butterblumen und Stille.
Hier oben auf 2095 Metern über dem Meer – oder wie die Österreicher sagen: Seehöhe – ticken die Uhren anders. Grossstadthektik? Fehlanzeige.
Die gelbe Pendelbahn schwebt über Mayrhofen – die Talgemeinde wird zur Spielzeugstadt, die Berge rücken näher.Die Seilbahn schwebt über Mayrhofen, hinauf zum Penkenjoch – Bergwelt im Anflug.Zwei Braunschimmel grasen auf der Alm – die Bergkette dahinter ist ihr täglich Panorama, nicht unser.Zwei Kühe vor Bergkulisse: Wer hier oben weidet, hat bessere Aussichten als mancher Golfplatz.Holzbänke von Mario Botta kurven sich in die Bergwiese – das Zillertal dahinter breitet sich aus wie eine Antwort auf die Frage, warum man überhaupt hochgeht.Die Designbänke von Mario Botta rahmen das Zillertal wie eine stille Meditation zwischen Himmel und Stein.Blick hinab ins Zillertal – die Granatalm wartet noch ein paar Höhenmeter, die Berge haben Zeit.Blick ins Zillertal: Granatalm und Granatkapelle warten oben, die Berge zeigen Geduld.

Granatalm am Penkenjoch: Die schönste Genuss-Wanderung im Zillertal

Die Bergwelt rund um die Granatalm am Penkenjoch hält für jedes Wanderlevel die passende Route bereit. Du kannst gemütlich vor dich hinschlendern oder sportlich durchstarten. Ich habe mich für den Wanderweg Nr. 23 entschieden, der direkt an der Mittelstation der topmodernen Penkenbahn startet. Und falls du lieber einen anderen Pfad einschlagen möchtest: Von Mayrhofen, Finkenberg und dem Tuxertal führen unzählige Routen zur Granatalm – Wandern im Zillertal ist schliesslich ein Alleskönner.

Total easy – ganz ohne Klettersteig oder Nervenkitzel. Einfach mit der Gondel hoch, ein Stück auf dem Schotterweg Richtung Hütte laufen, und schon bist du mittendrin im alpinen Glück. Rund 1 Stunde und 30 Minuten Gehzeit, je nachdem, wie oft du stehen bleibst, um die Aussicht auf die Zillertaler Alpen einzusaugen.

Und ja, Wandern macht hungrig. So richtig hungrig. Nicht dieses «Ich nehme einen kleinen Salat»-hungrig, sondern dieses «Her mit der Riesenpfanne voller Kaiserschmarrn»-hungrig. Wer den Weg zur Granatalm hochgewandert ist, weiss: Oben zählt nicht nur das Panorama über das Penkenjoch – es zählt die Belohnung. Und die schmeckt auf einer echten Berghütte einfach besser. Vor allem, wenn das Ziel Granatalm heisst – nur einen Steinwurf entfernt von der ikonischen Granatkapelle, die wie ein Juwel in der Berglandschaft funkelt.

Holzbau mit «Granatalm»-Schriftzug in blauem Lettering, davor Gäste auf der Terrasse – das ist kein Heidi-Kitsch, sondern dezent gutes Design mit Bergsee im Hintergrund.
Vergiss die klischeehafte Berghütte à la Heidi und Alpöhi – die Granatalm spielt in einer anderen Liga. Statt schiefen Balken und Kuhglocken-Overkill bekommst du hier modernes Design mit urigem Charme.

Kulinarik auf der Granatalm: Tiroler Klassiker mit Herz

Mit der Granatalm hat alles ganz bodenständig angefangen: In den 70ern baute Christas Vater hier eine kleine Skihütte für den schnellen Hunger zwischendurch. Doch weil sich das Zillertal in Sachen Tourismus nicht gerade auf der faulen Haut ausruht, wurde die urige Stube irgendwann zu klein. Christa und Georg nahmen das Ganze in die Hand – und verwandelten die Alm in ein echtes Highlight für Feinschmecker und Alpenästheten.

Und was kommt hier auf den Tisch? Tiroler Schmankerl mit Bodenhaftung! Regionalität und Saisonalität sind hier kein Trend, sondern Standard. Egal, ob Kaiserschmarrn oder Speckknödel – du kannst sicher sein, dass du auf deinem Teller den Geschmack der Berge findest.

Aber jetzt mal ehrlich: Essen ist das eine, Ambiente das andere. Und die Granatalm hat Stil! Selbst im grosszügigen Freeflow-Bereich (so nennt sich die Selbstbedienungstheke für den Winter) bleibt der urige Hüttencharakter erhalten. Überall findest du kleine Spruchschildchen, die aussehen, als hätte ein philosophischer Berggeist einen Abreisskalender geplündert. Dazu massive Holztische, Altholz-Optik und – natürlich – die legendären herzförmigen Stuhlaussparungen. Weil Herz eben nicht nur durch den Magen geht, sondern auch durch die Möbeldesign-Abteilung.

Das Holzschild «Gallery» mit «Hendl, Ribs & Steaks» – bevor die Wanderschuhe wieder hochfahren.Das Holzschild verrät schon vor dem Besuch: Hier wird Kulinarik ernst genommen.Hirschgeweih an der Holztür, Jacke dran, «Grüss Gott» handgeschrieben – Alpine Tradition, nur ohne feierliche Gesten.Hirschgeweih statt Gipfelbuch: In der Hörmann Berg erwartet Wanderer Alpine Tradition im Holzhaus-Look.Zirbenpaneele, an den Wänden hängen grossformatige Fotografien – eine Kuh schaut direkt heraus, daneben ein Porträt in Sepia und abstrakte rote Formen. Die Kapelle im Zillertal empfängt ihre Besucher mit unverhoffetem Charme.In der Kapelle angekommen, begrüsst uns erst mal eine Kuh – herzlich willkommen im Zillertal.Granatapfel-Scheibe auf würziger Kruste – die Alm versteht auch Plattentektonik.Granatapfel als Kunstwerk auf dem Teller, genauso durchdacht wie die Architektur rundum.

Granatkapelle am Penkenjoch: Must-See Architektur im Zillertal

Wenn du schon auf der Granatalm bist, führt kein Weg an einem kurzen Abstecher zur Granatkapelle am Penken vorbei. Nur rund 15 Minuten entfernt, direkt am Speicherteich des Penkenjochs. Entworfen wurde sie vom Schweizer Stararchitekten Mario Botta, der es geschafft hat, ein Bauwerk zu erschaffen, das gleichzeitig futuristisch wirkt und dennoch eine sakrale Ruhe ausstrahlt. Der Name ist Programm: Im Stillupptal wurde früher Granatstein abgebaut – ein direkter Bezug zur Region, der dem Ort zusätzliche Bedeutung verleiht. Das Design der Kapelle soll an einen geschliffenen Edelstein erinnern.

Moderne Kapelle mit schrägen Dachflächen vor Bergkette – Architektur trifft Alpenlandschaft, als hätte jemand ein Zelt aus Stahl gezaubert.
Die Granatkapelle wirkt wie ein Meteorit in der Wiese: Mario Bottas Stahlzelt schaut auf Zillertal hinab.

Granatalm(oeffnet eine externe Seite)

Moorlandschaft mit Bergsee, dahinter der Gipfel – und eine Stille, die man fast greifen kann.Der Weg zur Granatkapelle führt durch Moorlandschaft und offene Bergwelt – Stille inklusive.Almkuh schaut direkt in die Kamera – dahinter ihr Reich mit Gipfeln rundherum. Keine falsche Bescheidenheit bei dieser Aussicht.Almkuh mit Blick auf ihr Reich: Granatalm-Bewohnerin mit Architektur-Anspruch.Grüne Wiese im Vordergrund, dahinter das Zillertal und der Penkenjoch – es ist nicht spektakulär, bis man bemerkt, dass man genau dort steht, wo die meisten nur hinschauen.Granatalm-Alpenrose: Blick ins Zillertal mit Penkenjoch als stiller Begleiter.Zwei Braunschimmel grasen auf der Alm – die Bergkette dahinter ist ihr täglich Panorama, nicht unser.Zwei Kühe auf der Alm, dahinter die Zillertal-Berge: Stille vor dem Abstieg.Rot vor Blau und Weiss – die Siegespose auf Felsen, Zillertal unten, oben nur noch Himmel.Oben angekommen, das Zillertal zu Füssen, die Berge ringsum: Momente wie dieser rechtfertigen jeden Höhenmeter.Ausrangierte Baumknochen halten rote Kissen. Oben an der Wand hängt eine ganze Sammlung von Herzen – aus Holz, Metall, Stoff, manche vergoldet, manche kitschig – das Wesen der Granatalm im Kleinformat: sammeln, was vom Berg bleibt.Herz und Berg: Die Granatalm sammelt Herzen, während Granatalm und Kapelle selbst längst eines geworden sind.Kupferne Kapelle in Sargform auf grünem Hang – Architektur, die sich die Wanderschuhe anzieht.Mario Bottas Granatkapelle thront übers Zillertal, als hätte die Architektur Wanderschuhe.Tafel auf der Almwiese mit Herzensbotschaft – wo die Gäste tatsächlich Teil der Familie sind, nicht nur Durchreisende.Wo dein Herz ist – auch hier auf der Granatalm, wo die Gäste längst Teil der Geschichte sind.Blick von der Granatalm auf die Zillertal-Kette – Berge bis zum Horizont, dazwischen grüne Wiese und drei Pfosten, die nicht viel zu sagen haben.Granatalm, wo die Alpen Atem rauben und die Küche tief ins Tal hineinspricht.Graue und braun-weisse Kühe auf der Weide – während ich oben auf der Alm wandere, kümmern sie sich um das Wesentliche.Almvieh im Zillertal: Die Kühe kümmern sich nicht um Architektur, aber um gutes Futter.Alpensee vor der Penken-Kulisse – während unten an der Granatalm die Wanderer still ihre Route gehen. Das «Design-Drama» wartet noch höher.Bergstille in der Höhe: Der Blick auf die Granatalm mit dem Penken dahinter verspricht Ruhe vor dem Design-Drama oben.Dunkle Geometrie auf grünem Hügel – Bottas »Granatkapelle« schwebt über der Stille, als hätte sie hier nie anders hingepasst.Architektur trifft Alpenidylle: Bottas dunkles Meisterwerk spiegelt sich im still gelegenen See.Herzförmiges Schieferschild mit «MINZE» beschriftet – zwischen frischen Blättern in einem Kräutergarten. Das Zillertal schmeckt nach Höhenluft und kleinen, sorgfältigen Details.Minze im Garten der Granatalm: das Zillertal schmeckt nach Design und Höhenluft.Frau im roten Shirt blickt zurück auf die Zillertal-Bergketten – Wandertag statt Gipfelsammeln.Blick vom Zillertal auf die Bergketten, die Granatkapelle und Granatalm versprechen weniger Aussicht, dafür mehr Sinn.