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Steinwand und zeitgenössische Kunst in der Shiviko Luxury Private Villa

Shiviko Kruger: Moderne Kunstvillen zwischen Safari und Golf

· Afrika · Ghebera · 17 Min Lesezeit · Monika Geisler

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Shiviko Kruger verbindet moderne Kunstvillen mit Safari und Golf. Entdecke exklusiven Luxus mit Safari im Kruger Nationalpark und Golf im Leopard Creek.

Kaum sind wir mit Airlink von Kapstadt in Skukuza gelandet, zeigt sich zum ersten Mal, dass Shiviko ein bisschen anders tickt. Der kleine Flughafen ist ungefähr so niedlich, wie ein Flughafen nur sein kann, und davor warten die üblichen Safari-Jeeps auf ihre Gäste für das maximale Kruger-Abenteuer. Auf uns wartet eine schwarze Mercedes V-Class in der Business-Luxus-Version. Ein erster Hinweis darauf, dass Shiviko Kruger keine klassische Safari-Lodge ist – und auch gar keine sein möchte.

Dass wir trotzdem am Rand des Kruger Nationalparks sind, lässt sich natürlich nicht übersehen. Auf der kurzen Fahrt Richtung Paul Kruger Gate grasen am Sabie River Büffel, dazwischen stehen ein paar Elefanten. Unser Guide Pet bleibt davon vollkommen unbeeindruckt. «Das sind inoffizielle Sichtungen. Erst mal ankommen», sagt er – ein Satz, den wir in den nächsten Tagen noch öfter von ihm hören.

Knapp 40 Minuten später öffnet sich das Gelände von Elephant Point, einem kleinen Reservat gleich hinter der Parkgrenze, das sich anfühlt, als hätten wir den Park noch gar nicht verlassen. Wir rollen an privaten Lodges vorbei: Reet und Holz, das vertraute Safari-Design. Ganz am Ende des Weges kommt Shiviko Kruger – und plötzlich spricht die Architektur eine andere Sprache: Flachdach, Glas, Sichtbeton. Und obendrauf wächst Gras.

Steinwand und zeitgenössische Kunst in der Shiviko Luxury Private Villa
Im Eingang der Ekasi Villa schwebt am Fenster eine Ketteninstallation der Orlando Towers, jener beiden bemalten Kühltürme, die längst zu den Wahrzeichen Sowetos gehören.
Champagner im Eiskübel, leere Gläser, Häppchen unscharf davor – die Vorfreude sitzt näher als das Buffet.Champagner mit Aussicht auf das nächste Loch.Essbereich mit farbenfroher Kunst in der Shiviko Luxury Private VillaTerrasse mit Blick auf moderne Kunstinstallation, wo sich Luxus und Natur begegnen.Südafrikanische Porträtkunst in der Ekasi Villa von ShivikoGesichter mit Geschichte: In Ekasi erzählen Kunst und Fotografie von Südafrika weit über die Wildnis hinaus.Geländewagen vor der Shiviko Luxury Private Villa in SüdafrikaBereit für die nächste Entdeckung: Von Shiviko aus liegt der Kruger Nationalpark vor der Türe.

Ankommen bei Shiviko Kruger: Ein ganzes Team winkt zur Begrüssung

Zur Begrüssung steht das ganze Team draussen und winkt, als kämen alte Bekannte nach Hause. Vorne stehen Michael, der mit wenigen Monaten nach England auswanderte, um später voller Stolz zurückzukommen, und seine südafrikanische Frau Anica, die das Haus gemeinsam führen. Dann folgt das Begrüssungsritual: Silence, unsere Butlerin, giesst aus einem Krug warmes Wasser über unsere Hände, aufgefangen von einer glänzenden Messingschale. Daneben wartet Skhumbuso bereits mit einem Tablett mit orangefarbenem Eistee und Zitrone. Vermutlich hat diese kleine Zeremonie einen deutlich würdevolleren Namen. Wir nennen sie fürs Erste einfach: die lange Anreise abwaschen.

Michael – alle nennen ihn Mike – und Anica prägen das Erlebnis entscheidend. Beide sind Profis und haben bereits an einigen herausragenden Adressen gearbeitet. Anica war im Management tätig, Mike zu seinen Anfängen sogar als Ranger in Lodges, die viele Safari-Fans kennen – etwa in Samara in der Karoo. Genau dort haben wir ein Jahr zuvor selbst Station gemacht. Später managten sie gemeinsam Top-Adressen im Safari-Luxussegment.

Moderne Architektur und Pool der Shiviko Luxury Private Villa nahe dem Kruger Nationalpark
Klare Linien statt Safari-Klischees: Shiviko übersetzt den Luxus des Lowveld in zeitgenössische Architektur.

Exclusive Use: Urlaub in der Private-Villa mit Privatkoch und Butler

Hier muss niemand in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett springen, weil der nächste Game Drive wartet. Und schon gar nicht muss man in Khaki, Safarihemd und Wanderschuhen aufkreuzen – so wie wir es getan haben. Im Nachhinein hätten wir uns den Safari-Look getrost sparen können. Weder der Stil des Hauses noch das Konzept verlangen danach.

Dieses Konzept heisst «Exclusive Use» und ist durchaus wörtlich zu nehmen: kein gemeinsames Dinner mit fremden Gästen, keine festen Essenszeiten, kein vorgeschriebener Game-Drive-Plan. Im Grunde mietest du mit Familie, Freunden oder ganz allein deine eigene Villa samt Team. Bei uns heisst das: Pet als privater Guide – oder besser gesagt Freizeitdesigner –, Jessica als eigene Köchin, Silence als Butlerin und ihr Halbbruder, der sich um nahezu alles andere kümmert. Der Aufenthalt wird um dich herum gebaut.

Köchin bei der Zubereitung des Abendessens in der Shiviko Luxury Private VillaIn Shiviko kommt das Restaurant kurzerhand zu uns: Jessica sorgt in der Villa dafür, dass auch kulinarisch niemand zu kurz kommt.Butler mit Getränketablett in der Shiviko Luxury Private Villa in SüdafrikaAufmerksam, herzlich und angenehm unaufdringlich: Der Service gehört zu jenen Dingen, die Shiviko so mühelos wirken lassen.Mitarbeiterin serviert ein Getränk in der Shiviko Luxury Private VillaSilence empfängt uns nach jeder Tour. Es sind die Menschen, die aus einem schönen Haus ein besonderes machen – Service in Shiviko fühlt sich persönlich statt inszeniert an.Guide mit traditionellem KopfschmuckGuide Pet trägt einen traditionellen Kopfschmuck aus Antilope

«Twigs»: Die Skulptur hinter dem Logo von Shiviko Kruger

Das Erste, was wir nach dem Team im Haupthaus zu sehen bekommen, ist Twigs. Wer einmal hier war, erkennt die Figur danach überall wieder. Sie schreitet im Logo neben dem Schriftzug, läuft auf den Türen der Land Cruiser mit, ziert die Bettwäsche und steht in voller Grösse am Pool des Clubhouse: eine rund vier Meter hohe Stahlskulptur, vom Besitzer selbst in Auftrag gegeben. Ein Mensch im weiten Ausfallschritt, mitten in der Bewegung nach vorn. Kopf und Körper sind ein dichtes Geflecht aus dunklen, verdrehten Metallstreben, durch das man stellenweise hindurchsehen kann. Aus dem Rücken aber wächst ein wildes, verzweigtes Geäst, halb Baumkrone, halb Wurzelwerk. Anica erklärt uns, dass die Zweige nach hinten die Vergangenheit und die Zweige nach vorne die Zukunft symbolisieren und wir in der Gegenwart wandeln.

Nachts, wenn Spots die Skulptur von unten anstrahlen, glänzt das Metall silbrig vor dem schwarzen Himmel, und im Pool davor läuft ihr Spiegelbild kopfüber mit. Das Team liest sie so: eine Figur auf dem Weg nach vorn, deren Wurzeln sie mit der Vergangenheit verbinden – Heritage, Identity & Legacy. Ziemlich genau das, wofür Shiviko steht.

Skulptur «Twigs» Ein Mensch im weiten Ausfallschritt, mitten in der Bewegung nach vorn. Kopf und Körper sind ein dichtes Geflecht aus dunklen, verdrehten Metallstreben, durch das man stellenweise hindurchsehen kann.
«Twigs» erzählt vom Lauf der Zeit: Hinter uns verzweigen sich die Wege der Vergangenheit, vor uns jene der Zukunft. Und wir? Bewegen uns genau dazwischen – im Hier und Jetzt.

Gründächer, Kunst und unsichtbare Technik

Shiviko ist ein Ort, an dem es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Für Kunstinteressierte ist das Anwesen ein kleiner Fundus – und angenehm weit entfernt von jener Safari-Optik, die Afrika zwangsläufig mit Leopardenmuster und Tropenhelm-Deko übersetzen möchte. Stattdessen treffen Kunst, klare Architektur und Landschaft aufeinander. Begrünte Dächer lassen die zweistöckigen Baukörper beinahe in der Grassavanne verschwinden und helfen gleichzeitig, die Innentemperatur zu regulieren. Grosse Schiebetüren öffnen ganze Wände nach draussen, sodass die Landschaft nicht vor der Terrasse endet, sondern Teil des Hauses zu werden scheint.

So modern wie die Architektur ist auch die Technik dahinter. Licht und Klimatisierung lassen sich per Touch steuern, und selbst bei den Vorhängen genügt ein kurzes Zupfen am Stoff – schon gleiten sie wie von Geisterhand zurück. Noch angenehmer ist, was man gar nicht bemerkt: Draussen erleben wir kalte wie heisse Tage, drinnen bleibt das Klima konstant angenehm. Michael erklärt uns, dass eine kontrollierte Wohnraumlüftung permanent für frische Luft sorgt. Kein Fensteröffnen, kein Luftzug, kein Brummen – man merkt nur, dass man nichts merkt.

Moderner Wohnbereich mit PoolPoolside Lounge: Hier fliesst Luxus von innen nach aussen, während die Kruger-Wildnis zuschauen darf.Moderner Wohnbereich mit PoolGlas, Holz, Grün: Hier verschwimmt die Grenze zwischen Haus und Landschaft.Sonnenliegen am privaten Pool der Shiviko Luxury Private Villa mit Blick ins BuschlandPool, Liege, Busch – mehr braucht es manchmal nicht. Shivikos vielleicht schönste Form des Nichtstuns.Design-Sessel und Interior der Shiviko Luxury Private VillaRuhe vor der Safari: Grüne Kissen auf grauem Leinen, ein Tässchen Kaffee auf Holz.Kunstwerk und moderner Wohnbereich in der Shiviko Luxury Private VillaKunstwerk und Ausblick: Der Luxus liegt in den Details und der Ruhe dazwischen.Frau auf der Terrasse der Shiviko Luxury Private Villa mit Blick ins BuschlandBut coffee first – mit Blick ins Buschland!Durchgang mit Holz und einem Fernglas auf StativDurchgang ins Unbekannte: Fernglas statt Golfschläger, erst mal.Rohes Steinobjekt mit schwarzen Perlen auf dem Couchtisch – wenn der Busch ins Wohnzimmer einzieht, aber nur als Kunstwerk.Rauer Stein, schwarze Perlen: Kunstobjekt im Wohnzimmer einer Luxusvilla, wo Safari auf Eleganz trifft.Ein gestapeltes Buch mit Holzcover auf weissem Marmor – die Wildnis wartet auch beim Blättern.Das Buch liegt auf dem Tisch wie eine Einladung zu Luxus zwischen Wildnis und Grüns.Essbereich mit farbenfroher Kunst in der Shiviko Luxury Private VillaModerne Entspannung mit Kunstblick: Die Terrasse der Shiviko Villa lädt zur Pause zwischen Fairway und Galerie.Softeismaschine und PopkornmaschineGrün und rot nebeneinander: Die Softeismaschine wartet auf ihren Einsatz.Südafrikanische Porträtkunst in der Ekasi Villa von ShivikoGesichter mit Geschichte: In Ekasi erzählen Kunst und Fotografie von Südafrika weit über die Wildnis hinaus.

Die Ekasi Villa bei Shiviko Kruger: Wohnen mit Soweto im Herzen

Vier private Villen verteilen sich über das Gelände von Shiviko, mit jeweils zwei oder drei Schlafzimmern. Zwei bieten Platz für bis zu vier, zwei für bis zu sechs Gäste – genügend Raum also auch dann, wenn mehrere Generationen gemeinsam reisen. Was sie voneinander unterscheidet, ist jedoch nicht nur ihre Grösse. Jede Villa erzählt ihre eigene kulturelle Geschichte Südafrikas.

Unsere heisst Ekasi. Der Begriff stammt aus dem südafrikanischen Township-Slang und bedeutet so viel wie «im Township». Die Villa führt uns gedanklich denn auch schnell nach Soweto.

Schon am Eingang schwebt vor dem Fenster eine Ketteninstallation der Orlando Towers, jener beiden bemalten Kühltürme, die längst zu den Wahrzeichen Sowetos gehören. Im Essbereich begegnen uns Desmond Tutu, Nelson Mandela und Winnie Madikizela-Mandela an den Wänden. Ein Stockwerk höher wird es musikalisch: Unser Schlafzimmer trägt den Namen «Music Room», an den Wänden hängen gerahmte Plattencover von Stimela und Jonas Gwangwa. Und an dieser Stelle müssen wir ehrlich sein: Wir mussten erst einmal googeln.

Wir sind Ende der 70er-Jahre geboren, weit entfernt von Südafrika aufgewachsen und kennen die Geschichte der Apartheid und des Freiheitskampfes natürlich. Vieles davon haben wir damals allerdings nur über Bilder in den Nachrichten wahrgenommen, deren Bedeutung wir als Kinder kaum verstehen konnten.

Im Obergeschoss wird schnell klar, dass Luxus hier vor allem mit Platz zu tun hat. Das Bett ist riesig, die Räume sind es ebenfalls. Schlafzimmer, Bad und begehbare Ankleide fliessen ineinander und nehmen zusammen beinahe die Dimensionen einer kleinen Wohnung an. Man breitet sich aus, lässt Dinge liegen, verschwindet im Bad, taucht irgendwann in der Ankleide wieder auf und merkt, wie angenehm es ist, wenn Raum einmal keine Rolle spielt.

Unser heimlicher Favorit und gleichzeitig der Eyecatcher ist die freistehende ovale Badewanne. Eine Tür zum Kleiderschrank sucht man dagegen vergeblich, denn das Bad geht fliessend in die begehbare Ankleide über. Und dort wartet bereits die nächste Überraschung auf mich.

Unsere Koffer sind leer.

Silence hat nach Freigabe durch meinen Mann längst ausgepackt und alles fein säuberlich einsortiert. Hemden hängen, Schuhe stehen an ihrem Platz, der Inhalt unserer Koffer ist in Schubladen und Schränken verschwunden. Silence ist eine eher stille Natur – der Name passt erstaunlich gut –, aber mit ihrer herzlichen Art braucht sie ohnehin nicht viele Worte. Spätestens hier merken wir: Man kümmert sich um uns, bevor wir überhaupt auf die Idee kommen, dass es etwas zu kümmern gäbe.

Draussen gehört uns eine überdachte Terrasse. Betondecke, schwarzer Stahlpfeiler, ein langer dunkler Tisch mit geflochtenen Sesseln – und dahinter fast nur noch Grün. Baumkronen und Buschland ziehen sich bis zu den blauen Hügeln am Horizont. Unten am Flussufer grast ein Hippo und grunzt zufrieden vor sich hin. Tief, sonor und kaum zu überhören. Dieses Geräusch wird in den nächsten Tagen immer wieder zu unserem ganz persönlichen Shiviko-Soundtrack. Vielleicht ist es dieser Kontrast, der sich festsetzt: drinnen Luxus, draussen Wildnis.

Was unseren Aufenthalt so angenehm macht, sind vor allem unsere drei guten Hausgeister, die um uns herumwuseln, sich um alles kümmern und dieses wunderbare «Whenever, Whatever»-Gefühl entstehen lassen. Wir müssen nichts tun – ausser entscheiden, worauf wir gerade Lust haben. Im Kühlschrank stehen jederzeit Snacks bereit, und hungrig bleibt ohnehin niemand, denn Jessica, die Köchin der Villa, sorgt dafür, dass es uns an nichts fehlt.

Gerahmte Schallplatten und Musik-Kunst an der Wand der Ekasi Villa von Shiviko
Wohnen mit Soweto im Herzen: Unser Schlafzimmer trägt den Namen «Music Room», an den Wänden hängen gerahmte Plattencover von Stimela und Jonas Gwangwa.
Bettzeug mit Shiviko Logo«Twigs»: Die Skulptur hinter dem Logo von Shiviko Kruger ziert sogar die Bettwäsche.Marmor-Waschtisch mit schwarzem Tablett – Africology-Flaschen, Räucherstäbchen, blaues Handtuch. Die Südafrika-Connection reicht bis zur Zahnbürste.Südafrika bis unter die Dusche: Auch bei den Amenities bleibt Shiviko lokal – mit Pflegeprodukten der südafrikanischen Marke Africology und ausgewählten afrikanischen Botanicals.Weiss-dunkelblau gestreiftes Shiviko-Kreuz auf Holz – der «Dress Code» haengt ganz entspannt neben dem Golfschlaeger.Shiviko Kruger Dress Code – Eleganz unter afrikanischer Sonne, ebenso zeitlos wie eine Runde im Leopard Creek.Schlafzimmer im modernen StyleSchallplattengalerie über dem Bett: Hier schläft man mit bester Soundtrack-Gesellschaft.Modernes Badezimmer mit grossem SpiegelReduziert, grosszügig und durchdacht: Auch in den Badezimmern bleibt Shiviko seiner klaren Designsprache treu.Helles modernes Badezimmer in der Shiviko Luxury Private VillaWo auch die morgendliche Routine zur Wellness-Zeremonie wird.

Private Köchin und Butlerin: Kulinarik in der Safari-Villa

Kulinarisch funktioniert Shiviko genauso wie der Rest des Hauses: nicht nach einem festen Plan, sondern nach den Menschen, die gerade darin wohnen. Eine Speisekarte gibt es ebenso wenig wie ein Buffet. Dafür eine eigene Köchin, die jeden Tag neu entscheidet, was auf den Tisch kommt – mit regionalen Zutaten, saisonalen Produkten und Kräutern aus der Umgebung. In unserer Ekasi Villa ist das Jessica Mhlanga.

Am Morgen steht Jessica bereits in der Küche, während Silence das Frühstück serviert. Der Duft von frisch Gebackenem und Kaffee zieht durchs Haus – wobei wir gestehen müssen, dass wir uns den allerersten Kaffee kurz zuvor heimlich selbst geholt haben und uns dabei mit einem Augenzwinkern nicht von Silence erwischen lassen wollten, wie wir ihn selbst machen. Auf dem langen Holztisch liegen Croissants und dunkles Brot auf einem Holzbrett, die Butter wartet im Schälchen, daneben steht ein grosses Glas Granola mit Beeren. Danach kommen Eierspeisen aus Jessicas Küche, frisch zubereitet und liebevoll angerichtet.

Was man Jessica am Herd nicht ansieht, ist der Weg dorthin. Wie das südafrikanische Getaway Magazine erzählt, konnte sie sich nach der Schule keine weiterführende Ausbildung leisten. Sie bewarb sich für die Singita School of Cooking – und wurde unter Tausenden Bewerbungen als eine von nur zehn ausgewählt, als jüngste Frau ihres Jahrgangs. Zu ihren Spezialitäten gehören heute traditionelle Gerichte wie Oxtail aus dem gusseisernen Potjie und Mangwinya, die südafrikanische Variante des Vetkoek, die sie früher mit ihrer Mutter zubereitet hat. Für uns ist Jessica eine der Begegnungen, die uns besonders ans Herz gegangen sind: herzlich, warm und mit einer Art, bei der man sie einfach mögen muss.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Jessica kocht nur für uns. Keine anderen Gäste. Der Braai (südafrikanisch für BBQ) wird nur für uns aufgetischt, beim Dinner for Two sitzen wir mit Blick auf das flackernde Feuer vor unserer Terrasse. Was, wann und wo wir essen, richtet sich nach uns. Für ein paar Tage dreht sich dieses kleine Universum tatsächlich nur um uns, und wir haben Zeit, einfach mal nur wir zwei zu sein. Natürlich funktioniert das auch, wenn Kind und Kegel, Oma und Opa dabei sind – dann ist es eben Familienzeit statt Zeit zu zweit. Womöglich ist genau das der grösste Luxus hier: Zeit mit den Menschen, mit denen man hergekommen ist. Shiviko schafft dafür den Raum – und nimmt einem fast alles andere ab.

Südafrikanisches Braai mit verschiedenen Beilagen
Südafrika auf dem Tisch: Beim Braai wird aus dem Abendessen ein kleines Fest – ganz ohne das Haus verlassen zu müssen.
köchin bereitet das essen zuKöchin bereitet das Dinner zu, während draussen die Savanne wartet.zutaten in der küche in töpfenRot glüht in der Gusseisenpfanne, während die anderen Zutaten warten: Leopard Creek hat Hunger.Frühstück mit Müsli, Gebäck und Geschirr in der Shiviko Luxury Private VillaFrühstück auf der Veranda: Croissants, Müsli, Brot. Der Alltag bleibt draussen.Champagner im Eiskübel, leere Gläser, Häppchen unscharf davor – die Vorfreude sitzt näher als das Buffet.Champagner und Häppchen: Das Vorspiel zum nächsten Loch wartet schon.Koch und Mitarbeiter bei der Zubereitung einer Mahlzeit in der Shiviko Luxury Private VillaWährend wir geniessen, wird im Hintergrund schon weitergezaubert – Private Dining gehört hier ganz selbstverständlich zum Wohnen dazu.Vorspeise auf einem HolzbrettKleine Teller, grosse Freude: Auch kulinarisch folgt Shiviko keinem starren Programm, sondern ganz dem «Whenever, Whatever»-Gedanken.

Shiviko Kruger Hier klicken(oeffnet eine externe Seite)

Mehr als nur Safari: Erlebnisse im eigenen Rhythmus

Jeden Morgen steht bei Shiviko dieselbe Frage im Raum: Worauf haben wir heute Lust? Natürlich hat das Team Ideen, macht Vorschläge und organisiert Erlebnisse. Wir müssen im Grunde nur Ja sagen. Aber wir müssen es eben auch nicht. Wenn uns nach etwas anderem ist, sagen wir, was wir möchten – und dann wird geschaut, wie man genau das möglich macht. Und falls du die Tiere lieber aus dem Hubschrauber von oben beobachten möchtest, wird eben ein Hubschrauber organisiert, erzählt uns Pet auf seine herrlich humorvolle Art.

Wenn wir in den Kruger wollen, steht Pet mit dem klassischen offenen 4×4 bereit. Wenn wir weiter weg möchten, wartet die klimatisierte Mercedes V-Class. Und wenn wir morgens beschliessen, dass heute weder Safari noch Ausflug angesagt sind, bleiben wir eben in Shiviko, liegen am Pool und lassen uns von Silence einen Mimosa servieren. Niemand schaut dabei auf die Uhr oder erinnert uns daran, dass um 15 Uhr irgendein Game Drive beginnt.

Aber: Wenn du einen Game Drive im Kruger machen möchtest, lohnt sich das Aufstehen dann eben doch. Denn dort gibt es Momente, für die sich jeder Wecker lohnt: fünf junge Löwen, die gemeinsam ihre Siesta halten – wobei einer von ihnen plötzlich ein Gesicht zieht, das uns kurz rätseln lässt. Bis klar wird: Der Löwe muss mal. Und offensichtlich ist auch das bei einem König der Tiere eine ziemlich ernste Angelegenheit –, zwei Leoparden, die ihre Route ablaufen und dabei die Strasse kreuzen, oder eine Elefantenherde mit einem kleinen Elefanten, der mitten auf der Strasse seine ganz eigene Show abzieht.

Eine ganz andere Seite der Region zeigt die Panorama Route. Gut über eine Autostunde von Shiviko entfernt beginnt eine Landschaft, die mit Safari plötzlich gar nichts mehr zu tun hat: die Three Rondavels hoch über dem Blyde River Canyon, God’s Window mit seinem moosbewachsenen Regenwaldpfad und die vom Wasser ausgewaschenen Gesteinskessel der Bourke’s Luck Potholes. Pet erzählt uns, dass daraus meist eine Tagestour wird. Und vielleicht ist genau das der Punkt: Rund um Shiviko gibt es weit mehr zu entdecken als den Kruger Nationalpark – andere Naturschönheiten, Kultur und ein Südafrika jenseits der klassischen Safari.

Lisbon Falls Wasserfälle in Südafrika
Von Shiviko lässt sich die Panorama Route wunderbar entdecken – vorbei an Wasserfällen, tiefen Schluchten und den bizarren Felsformationen von Bourke’s Luck Potholes.
Naturgewalten haben den Stein wie Skulptur geformt – rundpolierte Becken im Fels, Wasser spiegelt sich darunter, herbstliche Blätter rahmen das Chaos ein. Kunst ohne Künstler.Natur als Bildhauer: Strudelndes Wasser, Sand und Kiesel haben bei Bourke’s Luck tiefe, rund geschliffene Kessel und bizarre Formen in den Fels gearbeitet – daher der Name «Potholes».Wasser schreibt Erdgeschichte. Jahrtausende Geduld, ein paar Wasserfälle – mehr braucht es nicht, um Stein zu besiegen.Was heute spektakulär aussieht, ist das Ergebnis jahrtausendelanger Erosion: Das Wasser hat sich bei Bourke’s Luck Potholes seinen ganz eigenen Weg durch die Felsen geschaffen.Brücke bei Bourke’s Luck PotholesBei Bourke’s Luck Potholes treffen Treur und Blyde River aufeinander.Frau schaut auf die Lisbon FallsDie Lisbon Falls gehören zu den eindrucksvollen Stopps entlang der Panorama Route. Rund 90 Meter stürzt das Wasser hier in die grüne Schlucht – und vom Aussichtspunkt liegt einem die Landschaft gleich mit zu Füssen.Lisbon Falls Wasserfälle in SüdafrikaVon Shiviko lässt sich die Panorama Route wunderbar entdecken – vorbei an Wasserfällen, tiefen Schluchten und den bizarren Felsformationen von Bourke’s Luck Potholes.Frau fotografiert die Felslandschaft entlang der Panorama Route nahe Shiviko in SüdafrikaZwischen Felsen und Weite: Die Panorama Route gehört zu den Ausflügen, die sich von Shiviko aus wunderbar in den Aufenthalt integrieren lassen.Felslandschaft und Aussichtspunkt an der Panorama Route in Mpumalanga, SüdafrikaSchroffe Felsen, weiter Himmel und ziemlich viel Südafrika fürs Auge – unterwegs auf der Panorama Route.

Shiviko Kruger für Golfer: Der Schlüssel zu einer Tee Time im Leopard Creek

Wer Golf spielt, kennt Leopard Creek. Ein Prestigeplatz, von dem viele Golfer träumen. Wenn die Alfred Dunhill Championship über die Bildschirme läuft, wechselt die Kamera immer wieder vom Fairway über den Crocodile River hinüber in den Kruger Nationalpark. Elefanten, Hippos, Giraffen oder Krokodile werden dabei beinahe selbstverständlich Teil der Golfkulisse. Wer will denn da bitteschön nicht auch selbst mal abschlagen?

Gesagt, getan. Ganz so einfach ist es allerdings nicht: Eine freie Startzeit online suchen, buchen und losspielen funktioniert hier nicht. Und deshalb bekommt unser Aufenthalt in Shiviko noch einmal eine andere Dimension. Als Gast gehört man zu dem kleinen Kreis, für den eine Tee Time im privaten Leopard Creek Country Club arrangiert werden kann. Wie uns Michael erklärt, wird das Regime gerade angepasst, um das Erlebnis Leopard Creek wieder auf seinen alten, elitären Weg zurückzuführen – und eine Tee Time wieder zu etwas Besonderem zu machen.

Wofür Leopard Creek noch bekannt ist? Natürlich für seine 18 Leoparden. An jedem Loch wartet eine lebensgrosse Skulptur des südafrikanischen Künstlers Dylan Lewis. Gemeinsam erzählen sie einen Tag im Leben eines Leoparden. Von Loch zu Loch verändern sich Haltung und Bewegung der Katze – vom ruhenden Leoparden am ersten Abschlag über den Jäger mit gerissener Beute bis zum letzten Akt, bei dem er scheinbar zufrieden in die Landschaft blickt.

Unserer Meinung nach folgt auch der Platz selbst der Geschichte des Leoparden: Die ersten neun Löcher sind ziemlich gemütlich. Auf den zweiten neun wacht der Leopard dann auf. Der Platz wird spannend und taktisch, bis zum grossen Finale am 18. Loch, wo schliesslich über Leben und Tod entschieden wird – zumindest über Leben oder Tod des Golfballs.

Leopard Creek Country Club(oeffnet eine externe Seite)

Leopardenskulptur von Dylan Lewis im Leopard Creek Country Club
Jeder Leopard erzählt ein weiteres Kapitel: 18 Skulpturen begleiten die Runde und machen aus dem Golfplatz fast eine Open-Air-Galerie.
gelbe flagge auf dem grünLoch mit Aussicht: Leopard Creek Golf Club unweit des Kruger Nationalpark.mülleimer auf dem golfplatz«Play well. Play fast. Play poorly. Play faster.» Eine kleine Ansage am Wegesrand – und vermutlich eine, die so mancher Flight beherzigen sollte.wasserhindernis mit leopard skulpur im wasserWasser, perfekt gepflegte Grüns und afrikanische Landschaft: Leopard Creek kann ziemlich schnell ziemlich fotogen werden.Blick vom Leopard Creek Golf Course auf die Berglandschaft von MpumalangaGolf mit Weitblick: Hinter den Fairways öffnet sich die Landschaft Mpumalangas – eine Kulisse, die keinen zusätzlichen Filter braucht.Fairway des Leopard Creek Country Club unter bewölktem Himmel in SüdafrikaLeopard Creek Country Club: Die Fairways liegen eingebettet zwischen südafrikanischer Wildnis und modernem Luxus.Clubhaus des Leopard Creek Country Club mit Fairway im VordergrundDirekt am Crocodile River gelegen, blickt man von den Terrassen des Leopard Creek Clubhouse auf das 9. und 18. Grün.Dylan-Lewis-Leopardenskulptur neben einem Golfcart im Leopard Creek Country Club18 Löcher, 18 Leoparden: An jedem Loch begegnet uns eine lebensgrosse Skulptur des südafrikanischen Künstlers Dylan Lewis.Bunker und Grün unter Bäumen auf dem Leopard Creek Golf CourseSchön anzusehen, weniger schön aus dem Sand.Golfloch mit Wasserhindernis und Bergkulisse im Leopard Creek Country ClubLeopard Creek: Wo Wasser und Wildnis den Abschlag rahmen.Blick auf das Grün vom Loch 13Das ist die 13. Bahn von Leopard Creek, ein Par 5 mit 505 Metern – und eines der ikonischsten Löcher des Platzes.Schwarze Leopardenskulptur von Dylan Lewis mit Blick auf das grüne FairwayDer Leopard wacht auf: Je weiter die Runde voranschreitet, desto mehr Bewegung kommt auch in die Skulpturen von Dylan Lewis.Fairway vom Leopard Creek Golf CourseGolf mit Kruger-Kino: Die 13 von Leopard Creek ist ein Par 5 und eines der berühmtesten Löcher Südafrikas. 32 Meter unterhalb des Grüns fliesst der Crocodile River, auf der anderen Seite beginnt der Kruger Nationalpark.Wasserhindernis auf dem Golfplatz mit Abschlag übers WasserAbschlag übers Wasser, dahinter die afrikanische Savanne: Leopard Creek lädt zum Träumen ein.Golfcart unter Baum mit roten Blüten am Leopard Creek Golf Course in SüdafrikaGolfcart unter flammendem Baum: Leopard Creek wartet mit südafrikanischer Gelassenheit.Springende Leopardenskulptur von Dylan Lewis am Leopard Creek Golf CourseJetzt wird gejagt: Von Loch zu Loch verändert sich die Haltung des Leoparden – aus Ruhe wird Bewegung, aus Beobachtung Jagd.Clubhaus hinter einem Wasserhindernis im Leopard Creek Country ClubClubhaus mit Aussicht: Wasser, Grün und Architektur verschmelzen hier zu jener Kulisse, für die Leopard Creek bekannt ist.Leopardenskulptur von Dylan Lewis im Leopard Creek Country ClubJeder Leopard erzählt ein weiteres Kapitel: 18 Skulpturen begleiten die Runde und machen aus dem Golfplatz fast eine Open-Air-Galerie.panorama view über den golfplatzLeopard Creek im südlichen Kruger: Golfplatz trifft afrikanisches Wildnis-Panorama.Mann blickt über Fluss mit Golfschläger in der HandDiesen Blick kennen Golffans aus dem Fernsehen: Am legendären 13. Loch von Leopard Creek liegt einem der Crocodile River zu Füssen, direkt dahinter beginnt der Kruger Nationalpark. Bei der Alfred Dunhill Championship schwenken die Kameras von hier regelmässig hinüber zu Elefanten, Hippos & Co. – wir verstehen jetzt auch, warum.Leopardenskulptur von Dylan Lewis im Leopard Creek Country Club18 Löcher, 18 Leoparden: An jedem Loch begegnet uns eine lebensgrosse Skulptur des südafrikanischen Künstlers Dylan Lewis.Fairway mit Grün und Bunker am WasserhindernisWasser, Bunker, alte Bäume: Leopard Creek hält, was der Name verspricht.Dylan-Lewis-Leopardenskulptur vor Wasserhindernis im Leopard Creek Country ClubDer Leopard als roter Faden: Mal ruht er, mal beobachtet er, mal jagt er – und begleitet uns so durch alle 18 Löcher.Ruhende Leopardenskulptur von Dylan Lewis am Leopard Creek Golf CourseNach der Jagd kehrt Ruhe ein: Auch die Körpersprache der Skulpturen ist Teil der Geschichte, die Dylan Lewis über 18 Löcher erzählt.Golfloch mit Bäumen im Leopard Creek Country Club in SüdafrikaDer knorrige Baum rechts lenkt Blick und Schlag zugleich ins Grün des Leopard Creek.Dylan-Lewis-Leopardenskulptur neben Golfbag im Leopard Creek Country ClubGut gerüstet für Leopard Creek: Mit den Wilson Staff Model XB im Bag geht es auf die Runde – und spätestens auf den Back Nine zeigt sich, was Präzision hier wert ist.Dylan-Lewis-Leopardenskulptur mit Golfcart auf dem Leopard Creek Golf CourseLeopard-Skulptur des Künstlers Dylan Lewis auf dem Leopard Creek; dahinter die Golfanlage.Ein cremefarbenes Scorecard-Etui mit Leoparden-Porträt in Goldrahmen – «Leopard Creek» prangt dezent darunter. Eleganz fängt beim Schreiben an.Leopard Creek zeigt sich von der eleganten Seite, noch bevor der erste Schlag fällt.Cart auf dem Weg durchs Grün, Bäume spenden Schatten – und niemand fragt, ob das hier noch Golf ist oder bereits Lebensstil.Der Cart fliesst durchs Grün wie selbstverständlich, die Bäume halten Schatten bereit.Dylan-Lewis-Leopardenskulptur am Grün des Leopard Creek Country ClubDylan Lewis macht die Runde in Leopard Creek ganz nebenbei zu einem Spaziergang durch südafrikanische Gegenwartskunst.Golferin mit Leopardenskulptur und Golfcart im Leopard Creek Country ClubModerne Kunstinstallation trifft auf Golfplatz – hier gehört Kultur zur Runde dazu.Clubhaus und Golfplatz des Leopard Creek Country Club in SüdafrikaDas Clubhaus von Leopard Creek thront am Crocodile River. Vor der Terrasse liegen das 9. und 18. Grün, auf der anderen Seite beginnt der Kruger Nationalpark – mit etwas Glück inklusive Elefant statt Zuschauertribüne.

Vom Leopard Creek zu den Big Five: Game Drive nach der Golfrunde

Zum Gesamterlebnis, das das Team von Shiviko für uns organisiert, gehört selbst die An- und Abfahrt. Rund zwei Stunden dauert die Strecke zum Leopard Creek. Hingefahren werden wir früh am Morgen, mit einem Kaffee in der Hand, komfortabel in der Mercedes V-Class. Nach der Runde wartet dagegen der offene Safari-4×4 auf uns. Auch zurück sind wir rund zwei bis drei Stunden unterwegs, nur wird aus dem Transfer diesmal kurzerhand ein Game Drive durch den Kruger. Und der liefert: Auf dem Weg nach Shiviko sehen wir tatsächlich die kompletten Big Five – eine Seltenheit im Kruger, wo nur rund sieben Prozent der Fläche über Strassen erreichbar sind.

Noch mehr Golf am Kruger Nationalpark: Skukuza Golf Club und Kruger Park Lodge

Dass Golf hier auch vollkommen anders aussehen kann, zeigt sich knapp 30 Autominuten von Shiviko entfernt. Der Skukuza Golf Club nennt sich selbstbewusst «The Wildest Golf Course in the World» und ist das Gegenstück zu Leopard Creek: neun Löcher mitten im Kruger Nationalpark, ohne Zäune – gespielt wird nur, wenn die Verantwortlichen grünes Licht geben und kein Löwenrudel auf dem Grün liegt.

Ein zweiter 9-Loch-Platz liegt ganz in der Nähe: der Kruger Park Lodge Golf Course bei Hazyview. Er gehört zur Kruger Park Lodge und wurde von Gary Player entworfen.

Safari trifft Golf im Skukuza Golf Club: Südafrikas wildester Golfplatz | Artikel lesen

Wildschwein auf der Weide, Kunstvillen dahinter – wenn die Nachbarn ungefragter vorbeikommen.
Weit weg vom grünen Fairway grasen die wilden Nachbarn ganz unbeeindruckt.

Luxus-Safari in Südafrika: Für wen sich Shiviko Kruger lohnt

Shiviko ist für Menschen gemacht, die vor allem Zeit miteinander verbringen möchten – und bereit sind, für diese Form von Privatsphäre und Individualität entsprechend viel Geld auszugeben. Im Grunde kauft man sich ein kleines Universum auf Zeit: eine komplette Villa, viel Platz und ein Team, das sich ausschliesslich um die eigenen Wünsche kümmert. Nichts davon kommt von der Stange.

Deshalb funktioniert Shiviko so gut für Familien über mehrere Generationen, aber auch für Freundesgruppen oder Honeymooner, die sich einmal etwas gönnen möchten. Wer dagegen das klassische Erlebnis einer luxuriösen Safari-Lodge sucht und es gerne etwas geselliger mag, findet im Greater Kruger ebenfalls passende Adressen – Royal Malewane wäre dafür ein Beispiel. Shiviko Kruger definiert Luxus anders: über Zeit, Privatsphäre und die Freiheit, sich um möglichst wenig selbst kümmern zu müssen. Für uns war es das erste und sicher nicht das letzte Mal, diesen modernen Lifestyle zu geniessen, der zum Glück auch das moderne Südafrika ausmacht.

Shiviko Kruger: Gut zu wissen für deinen Aufenthalt

Anreise nach Shiviko:

Airlink fliegt täglich nonstop von Kapstadt nach Skukuza, die Flugzeit beträgt knapp zweieinhalb Stunden. Auch von Johannesburg gibt es tägliche Direktverbindungen. Am Skukuza Airport wird man vom Shiviko-Team abgeholt; bis zur Villa sind es rund 40 Minuten. Alternativ können Transfers ab Mbombela, Hazyview oder Hoedspruit sowie private Flug- und Helikoptertransfers organisiert werden.

Shiviko ist auf Exclusive Use ausgelegt: Die Villa gehört während des Aufenthalts ausschliesslich der eigenen Reisegesellschaft. Zum Konzept gehören ein privates Team mit Guide, Köchin, Butler und Housekeeping sowie individuell organisierte Game Drives und Ausflüge. Feste Essenszeiten oder einen vorgegebenen Safari-Tagesablauf gibt es nicht. Die Preise variieren je nach Villa und Saison und sind auf Anfrage erhältlich.

Villen & Konzept im Shiviko:

Shiviko liegt bei Elephant Point unmittelbar am Kruger Nationalpark und eignet sich damit für Game Drives ebenso wie für Ausflüge in die weitere Region. Die Öffnungszeiten der Kruger-Gates ändern sich je nach Jahreszeit; im September beispielsweise sind die Eingangstore von 6 bis 18 Uhr geöffnet.

Kruger Nationalpark:

Eine einzige gibt es eigentlich nicht. Von April bis September herrscht Trockenzeit mit warmen, trockenen Tagen und teilweise kalten Nächten; durch die lichtere Vegetation gelten diese Monate traditionell als besonders gut für Tierbeobachtungen. Von Oktober bis März ist es heisser und regenreicher, dafür wird die Landschaft deutlich grüner.

Beste Reisezeit für Safari:

Das Safari-Outfit kann getrost zu Hause bleiben. Für einen Game Drive im Kruger sitzt man ohnehin im Fahrzeug, entsprechend reicht ganz normale, bequeme Freizeitkleidung. Wichtiger ist der Zwiebellook: Frühmorgens und abends kann es im offenen 4×4 empfindlich kühl werden, während es tagsüber schnell warm wird. Feste Schuhe, Hut, Sonnenbrille und Sonnenschutz sind trotzdem praktisch. Und falls du den Kruger lieber zu Fuss statt aus dem 4×4 erleben möchtest, hat das Shiviko-Team auch darauf die passende Antwort und organisiert eine geführte Walking Safari. Dann allerdings darf das Safari-Outfit tatsächlich aus dem Koffer.

Kleidung für Safari:

Der Kruger Nationalpark liegt in einem Malariarisikogebiet. SANParks stuft das Risiko zwar grundsätzlich als niedrig ein, weist aber auf ein höheres Risiko zwischen November und April hin und empfiehlt Reisenden, eine medikamentöse Prophylaxe mit dem eigenen Arzt abzuklären.

Gesundheit bei Safari:

Safari und Golf lassen sich rund um Shiviko erstaunlich gut kombinieren. Das Team organisiert die Tee Time im Leopard Creek Country Club und macht auf Wunsch selbst aus dem Rücktransfer einen Game Drive durch den Kruger. Wer noch mehr spielen möchte, findet mit dem Skukuza Golf Club und dem Kruger Park Lodge Golf Course zwei weitere Plätze in der Region.

Tipp für Golfer:

Wer Safari, Golf und Küste miteinander verbinden möchte, kann Shiviko wunderbar mit der Garden Route kombinieren. Nach ein paar Tagen am Kruger geht es per Inlandsflug von Skukuza nach Gqeberha weiter Richtung Küste. Wer noch ein ganz anderes Safari-Gefühl erleben möchte, legt zunächst einen Stopp in einem Private Game Reserve im Eastern Cape ein, bevor es mit dem Mietwagen weiter entlang der Garden Route geht. Zwischen Gqeberha, Knysna und George warten dann nicht nur Küste und Landschaft, sondern auch einige der spannendsten Golfplätze Südafrikas.

Tipp für die Weiterreise: