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Mann am Golfplatz mit Bergen

Golf Club Eppan – Blue Monster: Willkommen im Feuchtgebiet mit Fairways

· Eppan an der Weinstraße, Italien (46.500, 11.247) · 5 Min Lesezeit · Monika Geisler

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Golf Club Eppan Blue Monster: 9-Loch-Platz an der Südtiroler Weinstrasse mit Links-Charakter, viel Wasser und Bergpanorama. Ein Platz von Thomas Himmel.

Nur knapp zehn Minuten von Bozen entfernt, mitten in Südtirols wohl schönster Weinregion, liegt der Golf Club Eppan Golf & Country – ein Golfclub in Südtirol, der gleich mit zwei 9-Loch-Plätzen aufwartet. Sie tragen Namen, die Grosses versprechen: «The Blue Monster» und «The Mountain Beast». Was zunächst nach schweissgetränkten Golf-Albträumen klingt, entpuppt sich schnell als cleverer Marketing-Move: Die Namen brüllen deutlich lauter, als sie beissen.

Wir spielen heute das «Blue Monster» – oder auf gut Deutsch: das blaue Monster. Dramatisch klingt das allemal, doch der Name kommt weniger von seiner Schwierigkeit als vielmehr von seinem auffälligsten Merkmal: dem Wasser. Denn genau davon gibt es hier reichlich. Praktisch die gesamte Anlage ist von Wasserflächen und Wasserhindernissen geprägt, was dem Platz seinen Namen eingebracht hat – die offizielle Beschreibung spricht von zahlreichen Wasserhindernissen und künstlichen Seen als prägendem Gestaltungselement des Platzes.

Auf dem Weg zum Golf Club Eppan fährst du durch endlose Apfelplantagen, vorbei an akkurat aufgereihten Baumreihen, die wie grüne Spaliere in der Landschaft stehen. Links Äpfel, rechts Kirschen – und geradeaus die Spargelfelder. Dazwischen fleissige Erntehelfer, die an diesem frühen Frühlingsmorgen längst bei der Arbeit sind.

Grünes Golfplatz mit Bergen im Hintergrund
Eingebettet im milden Etschtal liegt der Golfplatz „The Blue Monster“. Den Namen hat er wegen der vielen Wasserhindernisse.

Blue Monster Golfplatz Eppan: Ein Design vom Himmel

Ach, der Blue Monster. Ein Name, der klingt, als hätte Stephen King persönlich am Abschlag mitgeplant. In Wahrheit lauert hier keine dunkle Kreatur, sondern eine ganz reale Herausforderung: Wasser. Viel Wasser. Sehr viel Wasser. Auf acht der neun Bahnen ist es im Spiel — mal links, mal rechts, mal direkt vor dir. Willkommen im Feuchtgebiet mit Fairways.

Entworfen wurde der Par-35-Platz vom Golfplatzarchitekten Thomas Himmel — ein Mann, dem man kennerisch attestiert, dass er Kurse «auf der weissen Seite des Blattes» erschafft, sprich: ohne vorhandene Topographie, aus dem Nichts. Ähnlich wie sein Son Gual auf Mallorca oder der Achental-Platz im bayrischen Grassau. Im Fall Eppan bedeutete das: ebene Überetscher Auen, kaum ein Hügel, kein natürliches Geländeprofil — und trotzdem ein Platz, der Charakter hat.

Die künstlichen Seen, die Modellierungen, die positionierten Bunker: alles erdacht. Der Golfplatz wurde 2015 auf einer ehemaligen Apfelplantage eröffnet und gehört der Familie Gostner. Man sieht es dem Boden noch an — diese Flachheit ist für Südtirol geradezu systemfremd.

Das Gelände ist vollkommen flach, aber durch viel Modellierungsarbeit und eine Reihe clever positionierter Bunker ist ein herausforderndes, links-artiges Layout entstanden. Links-artig — genau das ist das richtige Wort denn wenn du genauer hinschaust, könntest du dich in Schottland oder Irland wiederfinden. Im August ist das blaue Monster teilweise mit hohem Schilf umrandet, was den Schwierigkeitsgrad noch deutlich erhöht.

Grüner Golfplatz vor steiler Felswand.
Bunker als Luftikus zwischen Feuchtgebiet und Felsmassiv, Grasalpen dahinter.
Grüner Golfplatz mit Weinbergen im HintergrundHier an der Südtiroler Weinstrasse: Rebberge als Rahmen, Wasser als Gegner.Golfplatz mit Bergen und WasserLoch 1 im Tal der Etsch: Bergpanorama statt Heimatkurs, Wasser marsch.Grünes Golfplatz mit Bergen im HintergrundSüdtiroler Bergkulisse trifft Feuchtgebiet: Der Eppan-Platz zeigt, wer hier herrscht.Mann geht auf Golfplatz mit Wagen.Golfer auf dem Weg zum Green, hinten die Südtiroler Bergwelt statt Zuschauer.Nächster Abschlag auf dem GolfplatzHier geht's ins Wasser, die Berge schauen zu.Scorecard für Loch 4 steckt im grünen Rasen – die Distanzstäbe ringsum deuten diskret auf Wasser hin.Die Scorecard zeigt's: Loch 4, Par 4, und die Distanzstäbe deuten auf Wasser hin.Grünes Golfplatz mit Bergen im HintergrundBergkette statt Schlag-Alarm: Der Blue Monster in Eppan zeigt, wer hier wirklich dominiert.
Mann am Golfplatz mit Bergen
Der Blick ins Tal entschärft die Nervosität vor dem nächsten Schlag.

Blue Monster Golf Eppan: Wasser, wohin das Auge reicht

Ganz ohne Anspruch geht es dennoch nicht. Der 9-Loch-Platz verlangt weniger rohe Kraft als Köpfchen. Statt Länge zählen Präzision, kluge Schlägerwahl und saubere Annäherungen. Wobei wir ganz deutlich sagen müssen: Ein gut getroffener Driver darf hier trotzdem nicht fehlen. Am deutlichsten zeigt das das am Loch 5: ein sichelartiges Dogleg nach links, das auf der gesamten Länge von einem grossen See begleitet wird — von Tee bis Grün.

Die grossen, dunkel leuchtenden Grüns sind das visuelle Markenzeichen des Platzes. Sie sind wellig, schnell und sorgfältig gepflegt – grosse Putt-Distanzen gehören hier fast schon zum Spiel. Der Break bleibt dabei meist moderat.

Das Panorama entschädigt ohnehin für vieles: der Blick auf die Burgen rund um Eppan, auf Weinberge und Obstgärten, dahinter die Berge von Meran und Bozen.

Grüner Golfplatz mit Weinbergen im Hintergrund
Weinberge statt Rough: Die Blue Monster zwischen Südtiroler Reben und Bergsilhouette.

Einer der wenigen konsequenten Kritikpunkte bleibt: Auf dem Platz steht kein einziger grosser Baum. Stattdessen prägen Büsche, Gestrüpp und offene Flächen das Bild. Das verstärkt zwar den Links-Charakter der Anlage, kann an heissen Sommertagen aber durchaus zur Herausforderung werden. Weniger wegen der Hitze selbst, sondern wegen der Moskitos, die rund um die Wasserhindernisse offenbar ihre ganz eigene Hochsaison feiern.

Das stehende Wasser ist ihr natürliches Habitat – und sie wissen es zu nutzen. Damals machten sie gefühlt jeden Abschlag zur Mutprobe und den Platz zeitweise zu einem blutdurstigen Monster. Ohne Spray wird man hier nicht einfach gestochen, sondern regelrecht aufgefressen. Wobei man fairerweise sagen muss: Wir sprechen hier von Hochsommerzeiten. Im April, kurz vor Mai, war davon keine Spur zu sehen.

Scorecard für Loch 4 steckt im grünen Rasen – die Distanzstäbe ringsum deuten diskret auf Wasser hin.Loch 4, Par 4: Distanzen in Farben, Wasser im Plan, Berg im Rücken.Golfspielerin auf grünem PlatzSüdtiroler Bergkulisse als Zuschauer: der Blue Monster zeigt, wer hier eigentlich spielt.Mann geht auf Golfplatz mit Wagen.Joggerin auf dem Platz: Hier verwischt sich die Grenze zwischen Golf und Fitnessstudio.Nächster Abschlag auf dem GolfplatzNächster Abschlag wartet zwischen Feuchtgebiet und Bergblick.Golfplatz mit Berglandschaft im HintergrundGolfbuggy vor Felswand: Thomas Himmels Blue Monster zeigt seine dramatische Südtiroler Seite.Golfplatz mit Wasser und BäumenWasser prägt jeden Schlag: Der Blue Monster fordert Präzision statt Kraft.Grünes Golfplatz mit Bergen und WasserDer Platz zeigt seine Zähne – Wasser, Weite, Wände aus Stein. Südtirol pur.Grünes Golfplatz mit Bergen im HintergrundSüdtirols Weinstrasse: Der Platz atmet zwischen Wasser und Berg.Grünes Golfplatz mit Bergen im HintergrundSteilwand und Spiegel: Wasser prägt jeden Schlag auf Eppans Links-Platz.Grüner Golfplatz mit Bergen im HintergrundWeide über dem Grün, dahinter die Berge: Golf Club Eppan in seiner besten Postur.Golfplatz mit Bergen und BäumenMassiver Kalkfelsen über grünem Fairway: Der Blue Monster kennt keine sanften Berggrüsse.Grüner Golfplatz vor steilen FelsenDer Platz atmet hier durch: Felsen statt Hochhäuser, Wasser statt Getümmel.Golfplatz mit Bergen im HintergrundSüdtiroler Klassiker: Der Blue Monster mit den Dolomiten als stiller Zuschauer.Grünes Feld mit Weg und SchildDer Weg zum Abschlag führt vorbei an dramatischen Felswänden, sehr südtirolerisch.Grüner Golfplatz vor steiler Felswand.Die Felswand als stiller Zuschauer: Eppan zeigt, was Drama auf dem Platz bedeutet.
Frau sitzt im Kofferraum eines AutosLadestation statt Nineteenth Hole: Pause zwischen den Runden am Blue Monster.Mann lädt Golfausrüstung ins AutoBereit für die Weinstrasse: Das Auto wird zum Caddy.

Direkt vor Ort stehen Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung – praktisch, wenn man wie wir mit dem Genesis GV70 anreist und die Runde gleich für ein paar zusätzliche Kilometer Reichweite nutzt.

Grünes Golfplatz mit Berglandschaft
Feuchtgebiet mit Aussicht: Der Blue Monster nutzt die Natur statt gegen sie zu spielen.
Golfplatz mit Auto und SpielerAuch die Anfahrt zum Blue Monster ist Teil des Spiels, scheint Moni zu denken.Schöne Landschaft mit Wasserhindernissen.Der Blick auf Eppans Wasserlabyrinth: Links-Golf mit Südtiroler Alpenpanorama.Golfplatz mit schöner Landschaft.Südtirols Neun-Loch-Abenteuer: flach, schnell gespielt, dafür umso mehr Bergblick.Käseplatte mit Zitrone und GewürzenKäse statt Birdie: Kreativität schlägt auch in Eppans Küche auf dem Grün.

*Während der Runde konnte ich es mir natürlich nicht verkneifen, ein paar Eindrücke direkt auf meinem Instagram-Account *@frau__moni zu teilen – und ich finde, die Bilder können sich durchaus sehen lassen. Sie bringen ziemlich genau auf den Punkt, was eine Runde im Golf Club Eppan ausmacht: spektakuläre Bergkulisse, viel Wasser, perfekt gepflegte Fairways und dieses entspannte Südtirol-Gefühl irgendwo zwischen ernsthaftem Golf und Dolce Vita. Oder anders gesagt: ein Platz, der nicht nur spielerisch, sondern auch fotogen regelmässig unter Par liefert.


Bildergalerie vom Golfclub Eppan Blue Monster

Golfplatz mit Bergen im HintergrundGelbe Flagge sticht ins Grüne, dahinter Felsen und Stille: Das ist Golf mit Aussicht.Golfspieler auf grünem PlatzGolfer auf dem Green, dahinter die Felswand des Eppans. Idylle mit Wasser.Grüne Landschaft mit reflektierendem WasserFelsige Kulisse, Wasserspiele, saftiges Grün: Eppans Amphitheater für Golfer.Berglandschaft mit Wasser und BewässerungDramatische Kulisse für neun Löcher: Die Felswand spiegelt sich im Wasser.Golferin auf grünem Feld bei SonnenlichtSilhouette gegen Berge: Der Schlag steht, der Ball fliegt ins Ungewisse.Frau mit Golfwagen am SeeSpielerin mit Trolley auf dem Steg: Wasser prägt den Blue Monster zwischen Weinbergen und Bergen.Mann spielt Golf in der Natur.Konzentriert im Moment: Der Ball wartet, die Berge schauen zu.Landschaft mit See und BergenKleine Brücke, grosse Aussicht: Wasser prägt den Eppaner Platz von Anfang an.Grüne Landschaft mit Holzsteg und BergenHolzsteg ins Feuchtgebiet, dahinter die Südtiroler Bergkulisse: Links-Golf mit Ernsthaftigkeit.Golfplatz mit Berglandschaft im HintergrundGolf & Country Südtirol: Dramatische Kulisse, nasses Spiel, klare Ansage.Golfspieler vor malerischer BerglandschaftZwischen Wein und Wasser: Eppans Blue Monster zeigt sein Gesicht im Gegenlicht.Golfspielerin auf grünem Platz.Spielerin auf dem Green, dahinter die Dolomiten: Eppan zeigt, wie schön Links-Golf sein kann.

The Lodge: Restaurant mit echtem Ruf

Das Zentrum des Golfplatzes bildet das Hotel The Lodge mit knapp 25 Zimmern – familiär, modern und angenehm unkompliziert. Genau der richtige Ort, wenn du Golf, Südtirol und kurze Wege verbinden möchtest.

Was hier aber fast noch mehr hängen bleibt, ist das Restaurant. Und zwar nicht nur bei uns. Immer wieder wird die Küche gelobt – für ihre Südtiroler Produkte, die klare Zubereitung und diesen unaufgeregten Anspruch, der nicht laut sein muss, um gut zu sein.

Besonders schön: Am Abend füllt sich der Parkplatz nicht nur mit Hotelgästen und Golfern, sondern auch mit Einheimischen, die bewusst zum Essen hierherkommen. Und das sagt oft mehr als jede Bewertung auf einem Portal.

Auf den Teller kommt Region, Handwerk und ehrliche leicht italienisch geprägte Küche, die optisch auch noch sehr kreativ angerichtet ist.

Blue Monster(oeffnet eine externe Seite)

Greenfee und Praktisches im Golf Club Eppan

Der Platz ist offen für Gäste mit Platzreife, die Saison läuft von Februar bis Dezember. Das Greenfee liegt aktuell bei rund 60 Euro für 9 Loch — ein Preispunkt, der in den Bewertungen regelmässig diskutiert wird. Wer in einem der GOLF-IN Südtirol Partnerhotels übernachtet, erhält 20 Prozent Rabatt.

Auch die Laufwege wollen erwähnt sein. Vom modernen Clubhaus mit dem angeschlossenen Hotel The Lodge bis zum ersten Abschlag sind es gut 500 Meter zu Fuss. Ein Detail, das je nach Tagesform entweder als entspannte Einstimmung oder als unnötige Zusatzstrecke gelesen werden kann.

Eine echte Driving Range gibt es direkt am Platz nicht. Wer sich warm schlagen möchte, findet Netzkäfige am Clubhaus.

Golfcard Südtirol(oeffnet eine externe Seite)

Rund um den Golf Club Eppan, in Lana, Meran und Südtirol