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Wanderin auf Felsenplateau mit Blick ins Valley of Desolation – die Aussicht ist grosszuegig, die Hiking-Ausruestung bescheiden.

Wandern in der Karoo: Camdeboo Nationalpark und sein Valley of Desolation

· Graaff Reinet, Südafrika (-32.249, 24.535) · 4 Min Lesezeit · Monika Geisler

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Camdeboo Nationalpark bei Graaff-Reinet: Great-Karoo-Landschaften, Valley of Desolation, Wandern, Wildlife & stiller Naturgenuss im Eastern Cape.

Der Camdeboo Nationalpark bei Graaff-Reinet im Eastern Cape ist ein verborgenes Naturhighlight der Great Karoo. Der Park umschliesst die historische Stadt nahezu vollständig und führt direkt zum berühmten Valley of Desolation – einer dramatischen Felslandschaft aus bis zu 120 Meter hohen Dolerit-Säulen. Ein beeindruckendes Ziel für Wanderungen, Naturfotografie und alle, die sich für Geologie in Südafrika begeistern.

Auf rund 19’400 Hektar begegnen dir verschiedene Landschaftszonen: vom Nqweba-Stausee bis zu typischen Vegetationsformen der Namas-Karoo. Mit etwas Glück sichtest du Kudu, Springböcke, Klippspringer oder seltene Greifvögel. Beliebt sind der Crag Lizard Trail, mehrere Aussichtspunkte über die Ebene sowie entspannte 4×4-Routen.

Der Camdeboo National Park steht für stille Weite, eindrückliche Natur und den zeitlosen Charme der Karoo – ideal für Tagesausflüge ab Graaff-Reinet oder als Stopp entlang einer Südafrika-Rundreise durch das Eastern Cape.

Wandern im Valley of Desolation

Geprägt von der halb-ariden Landschaft der Karoo, ist der Park ein Paradies für Wandernde, Fotografierende und Naturmenschen. Das absolute Highlight: das Valley of Desolation, wo bis zu 120 Meter hohe Doleritsäulen dramatisch aus dem Talboden emporragen. Entstanden durch urzeitliche vulkanische Aktivität und Jahrmillionen der Erosion, wirken sie heute wie eine Kathedrale der Natur – still, erhaben, beinahe überirdisch.

Unser Ranger Brent wartet schon am Eingang des Drostdy Hotels – Sonnenbrille, entspanntes Lächeln, diese Karoo-Gelassenheit, die sofort ansteckt.


Gelber Rahmen im südafrikanischen Busch – der Instagram-Moment rahmt das Valley of Desolation perfekt ein. Hashtags und Koordinaten inklusive, denn hier wird die Landschaft zur Bühne.
Der gelbe Rahmen macht aus der Landschaft ein Gemälde. Und lockt die Selfies.

Ranger-Tour in den Camdeboo Nationalpark

Wir steigen ein und fahren los – knapp sieben Kilometer nördlich von Graaff-Reinet, dann links hinein in den Camdeboo Nationalpark. Erst Asphalt, dann eine kurvige Strasse, die sich fast neun Kilometer den Berg hinaufwindet. Mit jedem Höhenmeter wird die Landschaft dramatischer. Kudus kreuzen unseren Weg, ein neugieriges Kap-Bergzebra späht aus dem dichten Busch. Keine Zäune. Keine Gefahren. Nur Wildnis – pur und ruhig.

Unser erster Stopp: das Toposkop – ein Hügel mit Ausblick und Geschichte. Von hier oben blickst du über den Nqweba-Staudamm, dahinter liegt Graaff-Reinet, eingebettet wie eine Miniaturstadt im Dunst. Brent erklärt: «Die Stadt liegt in einer natürlichen Senke – und ist komplett vom Camdeboo Nationalpark umgeben. Deshalb kann sie nicht mehr wachsen.» Ein stiller Gedanke, der wirkt.

Ein paar Kilometer weiter parken wir den Wagen. Ab hier geht’s zu Fuss weiter – zu den berühmten Aussichtspunkten über das Valley of Desolation. Nur fünf Minuten und du bist oben. Der Weg ist gepflastert und grundsätzlich gut begehbar, aber grosse Natursteine können für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zur Herausforderung werden.

Zwei Wanderer stehen auf einer Höhe und schauen auf die Stadt Graaff-Reinet hinab – von hier aus wirkt sie tatsächlich eher wie ein Spielzeug im Tal.
Von hier oben blickst du über den Nqweba-Staudamm, dahinter liegt Graaff-Reinet, eingebettet wie eine Miniaturstadt im Dunst.
Orientierungspunkte am Startpunkt: Die Tafeln erklären Routen und Geologie des Valley of Desolation.Der Aufstieg zum Valley of Desolation: trockenes Land, klare Linie, stille Erwartung.Rollstuhlgerechter Weg durchs Valley of Desolation: Auch wer nicht zu Fuss geht, erlebt die Karoo.Warnung vor Steinwürfen ins Valley: Auf Afrikaans und Englisch ein diskret humorvoller Appell.Vom Valley of Desolation blickt man über die Karoo bis zu den fernen Tafelbergen.Aussichtsplattform im Camdeboo Nationalpark, Valley of Desolation: Stille lässt sich wandern.Rötliche Felswände ragen aus dem Valley of Desolation auf, die Karoo dehnt sich dahinter aus.Säulenfelsnaturen des Valley of Desolation: Stille, die sich laut anfühlt.Der Graaff-Reinet-Kessel aus der Höhe: Vulkankegel, Tal und die Weite der Karoo versprechen stille Tage.

Crag Lizard Trail – Wandern im Valley of Desolation

Der Crag Lizard Trail ist die vielleicht eindrucksvollste Art, das Valley of Desolation zu erleben. Die Rundwanderung startet direkt beim offiziellen Aussichtspunkt «The Gateway», nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt – und führt dich mitten hinein ins Herz der geologischen Kathedrale der Karoo.

In knapp einer Stunde wanderst du über felsige Pfade, vorbei an den dramatischen Dolerit-Säulen, die wie steinerne Türme über die Ebene wachen. Unterwegs laden Aussichtspunkte mit Namen wie The Kitchen, The Window, The Pillar oder The Beacon dazu ein, innezuhalten – und zu staunen. Jeder Blickwinkel eröffnet dir eine neue Perspektive auf das Tal und seine jahrmillionenalte Entstehungsgeschichte.

Der Weg ist gut markiert, aber stellenweise uneben – festes Schuhwerk ist deshalb Pflicht. Ob als Einsteiger oder geübter Wanderer – dieser Trail verbindet Natur, Geologie und Fernsicht auf eine Weise, die du so schnell nicht vergessen wirst. Ein Erlebnis, das dich im besten Sinne aus der Zeit fallen lässt.


Wahrzeichen von Graaff-Reinet: Der Spandau Kop

Spandau schaut auf die Karoo herab – ein deutscher Siedler sah eine Berliner Festung in diesem Hügel, und nun thront er mit 1315 Metern über Graaff-Reinet.
Mit seinen 1’315 Metern Höhe ist dieser Hügel eine markante Landmarke, die über Graaff-Reinet thront. Seinen Namen soll er einem deutschen Siedler verdanken, der in seiner Form an die Berliner Festung Spandau erinnert wurde.

Wer tiefer in die Geschichte dieser Landschaft eintauchen möchte, dem öffnet das Karoo Origins Fossil Centre die Augen. Denn genau hier erfährst du spannende Details über den Felsen: Spandau Kop.

Geologisch gesehen ist Spandau Kop ein Zeitzeuge ersten Ranges: Sein Kern besteht aus doleritischem Gestein, das vor rund 180 Millionen Jahren während der Jurazeit als Magma in die älteren Beaufort-Sedimentschichten eindrang. Dort kühlte es ab, verhärtete sich – und bildete die typischen Dolerit-Sills und -Dykes, die auch das nahegelegene Valley of Desolation prägen.

Für alle, die das Erlebnis mit Bewegung verbinden möchten, bietet Spandau Kop mehrere Wanderwege, die beim Spandau Kop Gate starten. Entlang der Route liegen charmante Picknickplätze, etwa bei Eerstefontein und Agterstefontein – perfekte Orte zum Durchatmen, Innehalten und Staunen.

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Weingläser auf Stein, Karoo-Schlucht im Hintergrund – wenn die Landschaft das Setting ist und der Picknickkorb nur eine Fussnote bleibt.
Weingläser und Karoo-Stille: manchmal braucht es nicht mehr als die richtige Aussicht.

Du möchtest das Valley of Desolation erkunden? Kein Problem – das Drostdy Hotel organisiert dir auf Wunsch gerne einen eigenen Ranger, der dich begleitet und dir die Geheimnisse des Camdeboo-Nationalparks näherbringt.

Aber keine Sorge: Du kannst die Route auch ganz unkompliziert auf eigene Faust entdecken. Der Park ist gut erschlossen, der Weg zum Aussichtspunkt ist klar ausgeschildert – du brauchst keinen Guide, um in die Magie dieser Landschaft einzutauchen.

Und für das gewisse Extra: Das Team vom Drostdy stellt dir auf Wunsch auch einen liebevoll gepackten Picknickkorb zusammen – perfekt für einen Sundowner über den Doleritsäulen. Einfach kurz an der Hotelrezeption Bescheid geben – der Rest wird für dich organisiert.

Adam Peak ragt aus der Karoo-Ebene auf – ein solitärer Wächter über endlose Weite.Säulenartiges Felsenmeer im Valley of Desolation: wo die Karoo ihre wahre Grösse zeigt.Das Valley of Desolation: Aus dieser Höhe wirkt die Karoo beinahe friedlich.Rötliche Sandsteinformationen ragen aus der Karoo-Vegetation: das Valley of Desolation ist beeindruckend gerade, weil es so unberührt wirkt.Blick durchs gelbe Fenster ins Valley of Desolation: Die Natur rahmt sich selbst.Rote Felsblöcke, purpurnes Gebirge, unendliche Stille – das Valley of Desolation wirkt wie verfällt und lebendig zugleich.Wanderin auf Felsenplateau mit Blick ins Valley of Desolation – die Aussicht ist grosszuegig, die Hiking-Ausruestung bescheiden.Wanderin auf der Kante des Valley of Desolation. Die Aussicht lohnt sich, die Wanderausrüstung bleibt überschaubar.Senkrechte Säulen aus Sandstein: Das Valley of Desolation verdankt seinen Namen nicht seiner Schönheit.Weite, die süchtig macht: Das Valley of Desolation zeigt sich grosszügig an klaren Tagen.Sandsteinwächter über die Karoo: das Valley of Desolation offenbart Weite statt Trostlosigkeit.Karroo-Weite mit Gedanken: Aus dem Valley of Desolation schaut man auf endlose Flachland, dazwischen Spitzkoppe Grootrivier.Ein Schild mahnt zweisprachig: Steine ins Tal werfen ist tabu. Die Natur hier braucht keine Souvenirs.Die Wanderwege im Camdeboo sind bestens markiert – auch wenn die Wirklichkeit deutlich wilder aussieht.Rotgesteine und unendliche Ebene: Das Valley of Desolation lebt von seinen Namen nicht.Säulenwälder aus Sandstein ragen über die Karoo, als hätte die Natur hier ein Kartenhaus gespielt.